Gesundheit heute

Familienplanung

Sexualität auszuleben, ohne dabei Kinder zu zeugen - das war schon immer ein menschliches Ansinnen. Allerdings standen Jahrhunderte lang keine sicheren Verhütungsmethoden zur Verfügung. Rund 40 Jahre nach Einführung der Antibabypille ist Empfängnisverhütung dagegen so selbstverständlich, dass Kriterien wie Bequemlichkeit, Kosten oder Natürlichkeit bei der Auswahl der Methode in den Mittelpunkt rücken. Wir haben für Sie alles Wichtige zu den einzelnen Verfahren zusammengestellt - von der Wirkungsweise über die Vor- und Nachteile bis hin zu den Kosten.
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500 Schritte für einen Würfelzucker

Energieverbrauch oft überschätzt

Ein kleiner Spaziergang nach einer üppigen Mahlzeit, um überflüssige Kalorien zu verbrennen? Klingt gut, reicht aber bei weitem nicht aus, um ausreichend Energie zu verbrauchen. Wer sich genügend bewegen oder sogar Gewicht verlieren möchte, muss deutlich mehr Zeit investieren.

Zeitmangel als Hindernis

Bewegung hilft, um die Gesundheit zu erhalten und Übergewicht vorzubeugen. Wieviel Aktivität für einen gesunden Lebensstil nötig ist, unterschätzen Laien aber nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention häufig. „Tatsächlich müssen für die Verbrennung eines Würfelzuckers (12kcal) 500 Schritte absolviert werden, für eine Tafel Schokolade muss man circa eine Stunde joggen“, veranschaulicht die Fachgesellschaft an konkreten Beispielen. Das erfordert neben Selbstdisziplin vor allem eins: Zeit. 10 000 Schritte pro Tag und 2,5 Stunden körperliche Aktivität wie Schwimmen und Radfahren sind laut Empfehlung optimal. Wer abnehmen möchte, muss sogar 13 000 Schritte täglich absolvieren und 5 Stunden zusätzlich moderaten Sport treiben. Allein um die empfohlene Schrittanzahl zu bewältigen, sind über 1,5 Stunden pro Tag einzukalkulieren. Das gelingt meist nur, wenn die Bewegung in den Alltag integriert wird, also z. B. der Weg zur Arbeit mit dem Rad zurückgelegt wird.

Wenig ist besser als nichts

Auch wer regelmäßig an den Empfehlungen der Fachgesellschaft scheitert, sollte sich aber nicht entmutigen lassen: wenig Bewegung ist besser als gar keine. Für jüngere und aktivere Menschen zahlt es sich auch aus, die Bewegungseinheiten einfach zu intensivieren – so genügen auch 25 Minuten an mindestens drei Tagen pro Woche.

Quelle: Ärzteblatt 

09.01.2019 | Von: Sara Steer; Bild: Dejan Stanic Micko/Shutterstock.com